@Ladinia
Ich rede nicht von gewerblichen Züchtern, ich rede einzig allein von Privatzüchter.
Ich zum Bsp. habe meine Rennmäuse von einer Liebhaberzüchterin. Sie hat nach bestimmten Linien-und Farbschlägen eine Auswahlzucht, die Tiere leben in artgerechten Einrichtungen, werden sehr abwechslungsreich und naturbelassen gefüttert. Meine Tiere leben ähnlich, nur das ich keine Farb-oder sonstige Zielzuchten betreibe, sondern halt meine 2 Stammzuchtgruppen habe. Alles was nicht verfüttert wird, wird an Interessenten, welch hier bei mir persönlich vorbeischauen, abgegeben. Durch irgendwelche Zufälle der Genetik kommen bei mir ganz seltene und beliebte Farbschläge heraus, wo sich alle Rennmäusezüchter wundern *lol* und jedesmal mit mir meckern, wenn ich diese einfach verfütter.
Es gibt für alle Liebhaber von Kleintieren verschiedene spezielle Foren (Rennmäuse, Farbmäuse, Meerschweinchen usw.). Eine Bekannte von mir, ist Mäuseliebhaberin und engagiert sich im Projekt Biomaus sehr stark. Diese Kontakte kann man alle übers Internet knüpfen, sich dann persönlich alles anschauen und sich informieren.
Meine Hasen habe ich auch von einem Liebhaberzüchter, wo die ganze Familie total in Hasen vernarrt sind. Die Elterntiere, wie auch deren Vorfahren, leben in einem riesen Auslauf, werden naturbelassen gesund ernährt und im Notfall medizinisch bestens versorgt. Zu Streicheleinheiten kommen sie auch immer wieder, sofern die Tiere den Kontakt zulassen und von sich aus suchen. Gut, ich wohne in einer ländlichen Gegend, da sind Hasenzüchter wohl vermehrt anzufinden, aber meine Rennmäuse zm Bsp. habe ich aus Düsseldorf.
Meine Hasennachzuchten dienen mir eigentlich auch als Futtertiere, aber da ich irgendwie ein goldenes Händchen habe und aus den meißten Verpaarungen LOW-Hasen herausspringen, habe ich an Interessenten aus dem Liebhaberbereich keinen Mangel zu erleiden. Zumal sie alle handzahm, gesund und wesensfest sind.
Wie bei allen Tieren, ob Hund oder Katze muss man sich natürlich genauestens informieren, welche Linien gezüchtet werden, auf welche Eltern-und Urgroßelterntiere die Nachzuchten zurückgehen und wie die Haltungsbedingungen dieser Tiere sind.
Unsere Schlangennachzuchten entstammen auch aus einer Liebhaberzucht, dennoch einer gezielten Verpaarungszucht, also keine Unfälle oder vermixen bestimmter Tiere. Interessenten werden hier , wie auch bei den Mäusen rundum beraten und können sich alles anschauen.
Als wir noch Hunde züchteten, waren auch dies reinrassige Nachzuchten. 3 Elterntiere davon kamen aus den USA, da uns die Tiere hier in D schon ein wenig arg "überzüchtet" entgegentraten. Auch hier wurde geschaut, welche Linien man verpaart, erst als mind. eine Vorbestellung von 20 Interessenten vorhanden war, wurde eine Verpaarung angestrebt etc.pp.
Und...Jede Nachzucht aus einem Liebhaberhaushalt wird nicht einfach an jeden abgegeben, das muss man als Interessent aber auch beachten. Wenn jemand, wie ich, seine Tiere liebevoll und relativ naturbelassen nachzieht, in manchen Fällen sogar Handaufzuchten durchführt, gibt man diese Tiere nicht an jeden Hinz und Kunz ab, sondern muss sich relativ sicher sein, das das Tier gut versorgt ist. Auch beinhalten alle meine Abgabeverträge ein Vorkaufsrecht, so das, wenn der neue Besitzer kein Interesse mehr am Tier hat oder Probleme auftauchen, ich es zurückerwerbe. Allerdings hatte ich diesen Fall noch nie.
@Ladie
Meine Kinder wachsen mit allen Tieren hier im Haushalt auf. Es wurde noch nie eines der Kleintiere geschlagen oder anderweitig drangsaliert, auch wenn ich das vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten hätte (wie mein Beitrag oben aus 2004 hervorgibt, aber da war der Große knapp 1 Jahr alt). Wenn wir Fremdkinder zu Besuch haben, erlebe ich auch "Scheibenklopfer" oder "Grabscher" aber nach einer kleinen Heranführung an die Tiere, Erklärungen und "Vorzeigen" wie man es richtig macht, legt sich dieses Verhalten sehr schnell. Natürlich ist dies alles sehr zeitintensiv, aber ich denke, das dies jeder Bereich der Erziehung im sozialen Miteinander ob mit Tier oder Mensch, ist.
Abschließend:
Kleintiere für Kleinkinder: nein
Kleintiere für Kindergartenkinder: nein
Kleintiere für Eltern mit Kinder: ja
Ich hänge einfach mal ein paar Bilder an, wo man ein wenig von der Kondition und dem Gesundheitszustand der Tiere (zum Bsp. glänzendes Fell, Nahrzustand) erkennen kann.
Wüstenrenner:
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Hasen:
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Fremdkinder im Auslauf (zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht fertiggestellt, umfaßt ca. 25m2) der Hasen:
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Hier ein paar Bilder, die entstanden sind mit einem Besuchs-Kind, welches vor allen Tieren Angst hatte (sogar der Fliege) , was sich bewegte und das es schon manchmal Sinn macht, sich damit zu beschäftigen, um alle Kinder an sämtliche Tiere heranzuführen:
Klein angefangen mit Schnecken *ggg*
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Und dann gings weiter mit einem "großen Tier"
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Alltagsbilder...Gänsekücken in unserem Kinderpool...
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...und freilaufend:
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Fazit hier: ich finde es für meine Kinder unheimlich bereichernd, diese Erfahrungen mit Tieren erleben zu dürfen.