Der Saugreflex und das Saugbedürfnis des Säuglings sind angeboren und lebensnotwendig. Ohne diese Verhaltensweise würde das Neugeborene verhungern. Das Saugen hat für das Baby neben der Nahrungsaufnahme auch eine beruhigende und entspannende Wirkung. Für stillende Mütter kann das Bedürfnis des Babys mehr zu saugen, als dies zur Nahrungsaufnahme nötig wäre, belastend werden. Wird dieses reine Beruhigungs- und Erkundungssaugen mit der Babyflasche gestillt, wird sich das Baby an die ständige Nahrungszufuhr als Tröstungs-, Entspannungs- und Ruhigstellungsmittel gewöhnen.
Im 3. Lebensmonat bevorzugt der Säugling das Saugen an vertrauten Objekten. In dieser Phase beginnt sich die Sauggewohnheit ohne Nahrungsaufnahme zu manifestieren, bei der die Befriedigung des Sauginstinktes im Vordergrund steht.
Um seinem Saugbedürfnis gerecht zu werden, wählt das Baby zwischen Fingerlutschen oder Daumenlutschen, was im Hinblick auf die Folgen für die Zahn- und Kieferentwicklung negativ ist.
Studien belegen, daß Kinder, denen frühzeitig ein Sauger angeboten wird, 1. seltener oder überhaupt nicht am Daumen lutschen und 2. die Eltern können die Benutzung des Saugers kontrollieren (der Daumen ist ständig verfügbar).
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