Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten    Vorheriges Thema | Nächstes Thema
Wo soll mein Baby auf die Welt kommen? 
Autor Nachricht
Administrator
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 24.09.2008

Beiträge: 126
Wohnort: Beucha
Wo soll mein Baby auf die Welt kommen?
Eine Geburt ist ein freudiges Ereignis. Aber immer wieder stellt sich doch die Frage. Wo soll ich denn mein Baby auf die Welt kommen lassen. Überlegungen noch und nöcher. Sicher doch im Krankenhaus oder ganz bestimmt zu Hause? Geborgenheit spüren in Geburtshäusern? Eine Lösung, die für alle passt, die gibt es leider nicht. Dafür sind werdende Mütter zu verschieden. Und es ist auch gut so das die Mütter verschieden sind. Allerdings wo die Geburt nun letztendlich stattfindet, das entscheidet jeder selbst. Geboren werden muss das Baby allerdings, und egal wo. Es gibt bei allen Möglichkeiten Vor- und Nachteile.

Für die meisten gibt es eine Geburt im Kreißsaal. In Sachen Geburt sind Krankenhäuser die erste Wahl. 98 Prozent aller Babys kommen hier zur Welt. Was macht das Krankenhaus so attraktiv? Die Gewissheit, dass im Notfall sofort Hilfe für Mutter und Kind bereitstehen. Das beruhigende Gefühl, in der neuen Situation nicht allein zu sein und nach der Geburt noch ein paar Tage rund um die Uhr betreut zu werden. Die Vorteile sind: Es stehen alle Möglichkeiten zur Schmerzlinderung durch Medikamente zur Verfügung. Im Prinzip bieten Kliniken heute fast jede Form der Entbindung an. Große Badewannen gehören genauso zum Standart wie Gebärhocker, Tücher, Pezzibälle und große, bequeme Entbindungsbetten. Der medizinisch geflieste Kreißsaal ist zum Glück die Ausnahme. Allerdings gibt es auch Nachteile: Der Schichtdienst. Keine Hebamme verlässt eine Geburt während der Pressphase, aber wenn sich eine Entbindung in die Länge zieht, wechselt das Team. Die Klinikroutine: Dauerüberwachung am CTG, höhere Dammschnittrate, stärkerer Einsatz von technischen Hilfsmitteln und die Tatsache, dass nach wie vor die meisten Kinder im Kreißbett im Liegen zur Welt kommen. Wenn im Krankenhaus mehrere Geburten gleichzeitig stattfinden, kann die Betreuung auch nicht so individuell sein. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
Zur ambulanten Geburt wäre zu sagen, so viel Sicherheit wie nötig, so wenig Fremdbestimmung wie möglich. Wer sich wirklich für eine ambulante Geburt entscheidet handelt nach dem Prinzip:

Ein Versuch ist es allemal wert. Wenn wirklich alles glatt läuft, ist die junge Familie ein paar Stunden später wieder zu Hause. Sonst kann sie jederzeit den Rundum-Service des Krankenhauses nutzen. Das ist schon nicht schlecht, auch die Aussicht, sich in den eigenen vier Wänden an die neue Familiensituation zu gewöhnen. Die Vorteile sind wie bei einer normalen Klinikgeburt, ohne hinterher in die alltägliche Krankenhausroutine eingebunden zu werden. Aber auch Nachteile sind zu verzeichnen. Der Organisationsaufwand. Wer sich für eine ambulante Geburt entscheidet, muss das Wochenbett zu Hause rechtzeitig planen. Kommt die Nachsorgehebamme täglich? Hat der Partner Urlaub? Wer kümmert sich um noch vorhandene kleinere Geschwister? Die Kosten für die Entbindung und für die Nachsorgehebamme zahlt die Krankenkasse. Unter Umständen auch eine Haushaltshilfe für die erste Woche.

Wenn es denn aber nicht anders geht muss ein Kaiserschnitt gemacht werden. Beinahe jedes dritte Kind in Deutschland kommt mittlerweile per Kaiserschnitt auf die Welt. Ein Grund wäre das wachsende Sicherheitsbedürfnis bei Ärzten sowie bei den werdenden Eltern. Eine standardisierte Operation ist leichter zu planen als eine natürliche Geburt mit all deren Risiken. Auch zeitlich kann man einen Kaiserschnitt ziemlich genau kalkulieren. Die Vorteile wären. Ein Kaiserschnitt ist ein Segen, wenn die Geburt sonst nicht, oder nur mit erheblichen Risiko für Mutter und Kind, weitergehen würde. Die Nachteile: Eben weil ein Kaiserschnitt mittlerweile eine Standard-Operation ist, wird zu oft zum Skalpell gegriffen. Dabei übersehen viele ohne Risiken ist eine Operation nie. Und eine Kaiserschnittnarbe ist darüber hinaus ziemlich schmerzhaft. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Lediglich ein eventueller Einzelzimmerzuschlag muss selbst getragen werden.

Für ganz selbstbewusste gibt es auch die Möglichkeit der Hausgeburt. Eine Geburt ist die die natürlichste Sache der Welt. Und zu Hause darf sie das auch sein, weil die werdende Mutter, in Absprache mit ihrer Hebamme, selbst entscheidet, wo und wie sie ihr Baby auf die Welt bringen möchte. Die Vorteile einer Hausgeburt sind: Viele Frauen fühlen sich in ihrer vertrauten Umgebung wohler, können sich besser auf die die Geburt einlassen und das beschleunigt die Sache. Man erspart sich mitunter lästige oder unangenehme Fahrten ins Krankenhaus. Die Hebamme kommt direkt ins Haus und sie hat ja keine Wehen. Aber auch Nachteile muss man nennen. Statistisch gesehen geht mit einer Hausgeburt kein höheres Sicherheitsrisiko einher, allerdings enden auch viele Haugeburten dennoch in einem Krankenhaus. Risikogeburten sind eh im Krankenhaus besser aufgehoben. Die Geburt wird von der Krankenkasse bezahlt, allerdings verlangen die meisten Hebammen eine Pauschale für die Rufbereitschaft, die man dann doch selber tragen muss.
Eine weitere Möglichkeit wäre ein Geburtshaus.

Es gibt bereits rund 100 Geburtshäuser in Deutschland. Es ist aber auch sinnvoll sich trotzdem im Krankenhaus vorzustellen, weil Geburtshäuser besonders riskante Geburten, wie Zwillingsgeburten, Steißlage oder Frühchen sowieso ans Krankenhaus verweisen. Geburtshäuser bieten selbstbestimmte Geburt in einer angenehmen Atmosphäre. In der Regel kennen sich die Schwangere und die Hebamme lange vor der Geburt, durch die Vorsorgeuntersuchungen oder den Geburtsvorbereitungskurs. Die Vorteile des Geburtshauses sind, die Hebamme, die vertraut ist, begleitet die komplette Geburt, ohne Schichtwechsel. Keine Zwänge durch Krankenhausregeln, weniger medizinische Eingriffe und Störungen sind möglich. Die Nachteile allerdings sind: eine Verlegung im Notfall und stärkere Schmerzmittel werden nicht verabreicht. Die Kosten hierfür werden ebenfalls von der Krankenkasse übernommen. Aber die Rufbereitschaft der Hebamme kostet dann doch eine Kleinigkeit, die keine Krankenkasse übernimmt.


08.10.2010
Profil Website besuchen
Neuling
Neuling

Registriert: 26.11.2010

Beiträge: 6
Re: Wo soll mein Baby auf die Welt kommen?
Hallo Ronny,
für mich kam als Ort für die Geburt meiner beiden Kinder nur der Kreißsaal im Krankenhaus in Betracht. Denn gerade bei einer Hausgeburt hätte ich Angst, wenn bei der Geburt etwas passiert, dass mir und meinem Kind nicht rechtzeitig geholfen werden kann. Darum bin ich bei solchen Geburtsorten immer sehr skeptisch.

Gruß Daniela


29.11.2010
Profil
Greenhorn
Greenhorn

Registriert: 09.08.2008

Beiträge: 30
Wohnort: BW
Re: Wo soll mein Baby auf die Welt kommen?
Meine Kinder sind alle im Krankenhaus auf die Welt gekommen, da fühlte ich mich wohler und eine Säuglingsintensivstation haben die bei uns auch


25.12.2010
Profil
Neuling
Neuling

Registriert: 10.02.2011

Beiträge: 6
Re: Wo soll mein Baby auf die Welt kommen?
Um ehrlich zu sein, glaub ich nicht, dass das Kind irgendwas davon wahrnimmt. Deshalb sollte das die Frau entscheiden, wo sie sich am wohlsten fühlt!


11.02.2011
Profil
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten

cron