|
Ronny
Administrator
Registriert: 24.09.2008
Beiträge: 126 Wohnort: Beucha
|
Die Sterilisation (bei Männern)
Noch steht der Mann auf verlorenem Posten. Der Mann, der ohne weiteres auf seine Karriere verzichtet bzw. diese unterbricht, um sich aufopferungsvoll in der Elternzeit seinen lieben Kleinen zu widmen. Noch sind die Männer, die Windeln wechseln und hinter dem Herd stehen, nicht in der Überzahl.
Und manche Männer wollen sich dem Druck und der Verantwortung einer ausgefüllten Vaterrolle erst gar nicht stellen und beschließen sich sterilisieren zu lassen, um möglichst lange ihr unbeschwertes Leben und Ihren gewohnten Lebensstandrad zu genießen. Doch wissen die Männer, die sich für eine Sterilisation entscheiden, wirklich worauf sie sich einlassen? Wissen Sie was auf sie zukommt und kennen Sie die weit reichenden Konsequenzen Ihrer Entscheidung?
Sterilisation als sichere Verhütungsmethode? So manche Frau wird es ja mit Sicherheit freuen, wenn Sie hört, dass der Mann in einer Beziehung aktiv über die Verhütung nachdenkt und sie auch konsequent anwenden will. Aber muss man(n) gleich deshalb den Schritt zur Sterilisation machen?
Immerhin ist die Sterilisation eine endgültige Sache. Sie gehört bei weitem zu den sichersten Verhütungsmethoden, die es gibt. Von 400 sterilisierten Männern bleibt laut Statistik 1 Mann noch zeugungsfähig. Die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft nach einer Sterilisation ist also extrem gering. Nur die Kastration- also die Entfernung beider Hoden- ist noch sicherer.
Kein Weg zurück Mit einer voreiligen Entscheidung aus dem Bauch heraus zum Arzt zugehen und den Eingriff durchführen zu lassen, ist jedenfalls nicht sinnvoll. Denn ist die Operation erstmal durchgeführt, lässt sie sich meistens nicht mehr rückgängig machen. Zwar lässt sich mittels komplizierter Microchirugie vereinzelt was rückgängig machen. Aber in den meisten Fällen lässt sich auch mit der Microchirguie der alte Zustand nicht wieder herbeizaubern.
Der Vorgang der Vasektomie: Doch wie läuft so ein Eingriff normalerweise ab? Bin ich nach dem Eingriff in meiner sexuellen Leistungsfähigkeit eingeschränkt? Und wer kommt für die Kosten auf? Fragen, die sich viele Männer stellen, die eine Sterilisation ernsthaft in Erwägung ziehen.
Zwar lässt sich im Vergleich zur Sterilisation bei Frauen die Vasektomie; der medizinische Fachausdruck für die männliche Sterilisation; leichter und schneller durchführen. Das sollte Sie aber nie dazu verleiten sich nicht vorab noch mal gründlich von einem Arzt beraten zu lassen.
Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt und abgeschnürt. Nur sehr selten wachsen die Samenleiter wieder zusammen. Lediglich einer von 1000 sterilisierten Männern zeugt im ersten Jahr nach der Operation ein Kind.
Kostenaufwand für die Sterilisation Wer sich entschließt seiner Zeugungsfähigkeit ein Ende zu machen, der sollte genügend Geld in der Tasche haben. Denn seit 2004 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten mehr für eine Sterilisation, die die persönliche Lebensplanung betrifft.
Sex nach der SterilisationAuswirkungen auf die sexuelle Leistungsfähigkeit hat die Vasektomie keine. Erektionen und Ejakulationen sind beim Geschlechtsverkehr oder allen anderen sexuellen Aktivitäten nach wie vor im vollen Umfang möglich.
Der Unterscheid zu einem nicht sterilisierten Mann liegt nur darin, dass die Samenflüssigkeit keine Spermien mehr enthält. Die Hoden stellen zwar weiterhin noch Spermien her. Diese werden aber vom Körper resorbiert. Allerdings können nach der meistens ambulant durchgeführten Operation noch Spermien im männlichen Organismus vorhanden sein, so dass eine zusätzliche Verhütung für die ersten 20-30 Ejakulationen noch empfehlenswert wäre.
|