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Eltern Verletzungen gebeichtet und null Verständnis erhalten 
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Neuling
Neuling

Registriert: 13.10.2010

Beiträge: 3
Eltern Verletzungen gebeichtet und null Verständnis erhalten
:19:
Ich bin 26 Jahre alt und sehr analytischer Natur.ziemlich humorvoller und optimisstischer Mensch. Nicht alles lief gut in meinem Leben, ich brach das Gymnasium ab, hatte eine Esstörung und war drogenabhängig..
NAch und nach habe ich alles allein geschaftt, durch Selbsttherapie..doch ab und an passieren Dinge, die mich noch immer sehr hart fallen lassen.

Eltern und ich.
Ich war mit ihnen zum Essen verabredet und wir saßen im Restaurant und mein Vater starrte auf einen anderen Vater, der mit seinem kleinen Sohn sprach. Ich fragte was sei & er antwortet: der Vater macht gerade alles falsch, was man nur falsch machen konnte.
Ich daraufhin zu ihm zurück : naja..du hast Stefan (mein Bruder) als Baby auch mal geschüttelt und das war auch nicht okay..
Die Antwort meines Vater schulterzuckend : ja und nu?
Null Einsicht, da war ich schon am Kochen innerlich. wie kann man so arrogant sein? Abwehrmechanismus ..eigene Fehler nicht annehmen und erkennen, wie schlimm sie waren, sonst könnte es weh tun. Aber bei anderen bemängeln....
Mein Bruder hat meines Erachtens einige soziale Diskrepanzen, ist 30 hatte noch nie eine Beziehung, war als Kind wegen seiner Neurodermitis ständig in Kur, von Eltern daher wochenlang getrennt, Asthmatiker, als Baby 2 Wochen im Krankenhaus und musste als Baby auf einem Holzbrett angeschnallt schlafen für ein Jahr, da sein Rücken krumm war und hat mich als Kind gern mal mehr als andere Brüder terrorisiert (du bist nicht, nichts bist du, du hässliche fette Schlampe..usw.)

Als wir nach dem Essen oben waren ging es weiter. Er klugscheißerte über den und den Wein (ich trinke eigentlich keinen und sagte dass auch, was ihn nicht davon abhält weiter von Sorten und Alter zu erzählen.. es nervt mich so, dass er denkt er weiß alles und weiter redet, obwohl es keinen interessiert..).

Wir saßen beisammen und das Thema Weihnachten kam auf.
Meine Eltern waren einmal als ich 17 war (oder 16 sogar) in Neuseeland vom 24.12. bis 03.01. und ließen uns in der Zeit allein.Ich verbrachte Weihnachten bei den eltern meines Exfreundes.Und ein zweites Mal mit 19 in dem gleichen Zeitraum.Irgendwie konnte damals schon keiner nachvollziehen, warum meine Eltern ausgerchnet zu Weihnachten die Kinder allein lassen müssen und ich empfing dann diese Empörtheit und zeifelte dann auch immermehr an ihrer Liebe..

Gestern sprachen sie darüber, wie toll sie das dort in Seeland und Co. fanden, da äußerte ich einfachmal : ich muss gestehen, ich fühlte mich in der zeit alleine,.und fand das nicht schön.(ich wollte einfach meine Meinung äußern, mehr nicht. Keine Diskussion oder Rechtfertigung beginnen, einfach auch Raum für meine Meinung geben können.

Mein Vater konnte das nicht verstehen und reagierte unverständlich. >Es sei doch kein Thema nach Mamas Brustkrebs mal alleine als Paar zu verreisen und die Eltern brauchen ja wohl keine Angst haben, dass die Liebe der Kinder dadurch kleiner wird. (???) geht’s hier irgendwie nur um die??
Ich dann so: ich denke es ist viel essentieller, dass die Eltern den Kindern nicht das Gefühl geben, ihre Liebe wäre nicht stark genug.
Stille..
Naja jedenfalls musste ich ständig mit den Tränen und der fehlenden Empathie meiner Eltern kämpfen. Ich ging in den Flur und zog mich an, meine Mutter stand 2 Meter hinter mir (ich kämpfte mit den Tränen) und ich spürte ihr Unvermögen emotional zu sein oder auch für mich Verständnis zu haben.
Sie stand einfach da und sagte: oh musst du schon los..

Es war alles so scheiße.. ich saß da und offenbarte meine Gefühle von damals und die sitzen da völlig kool und planen ihren nächsten Urlaub...(verreisen ständig..)
Vorallem meine Mutter. Ich immer nur zwei drei Sätze versucht zu sagen: ihr habt mir gefehlt.
Und die ist wie eine Art Übersetzerin und erklärt meinem Vater was ich eigentlich meine ohne sich dabei emotional vielleciht auf meine Seite zustellen. Nein. Sie stand ihm immer bei. Ob er mich rauswarf, als ich meine Ausbildung nicht bestand (ein Brief auf meinem Bett, in dem stand: 20Jahre hatten wir nichts zurück erhalten von euch..eure Freunde sind keine echten, sehr enttäuscht..bla. Ein Brief den er verfasset, von dem meine Mutter nichts wusste..) oder andere Dinge..immer gewann er das letzte Wort und sie stand zu ihm.
Als Kind fühle ich mich immer außenvor, wie ein Störenfried der die beiden nervt.

Kaum war ich im Hausflur heulte ich, bis nach hause..10 Minuten durch.
Später noch eine sms meiner mutter, dass es schön war dass ich da war. daraufhin smste ich, dass ich mir gewünscht hätte,man hätte uns damals gefragt,wie es uns damit geht, dass sie verreisen. das interessierte aber nicht. es wurde festgelegt und wir hatten es zu verstehen.
auf meine sms kam keine antwort. eine stunde später schrieb ich : sorry,bin angeschlagen habe euch lieb. darauf erst antwortete sie. wir liebe dich auch, komm zu Ruhe..

Naja.. was ich eigentlich wissen wollte:
Ist es falsch, wie ich denke? Ich arbeite gerade einige Sachen auf und ecke dadurch bei ihnen an.
Ist das okay?
Verlange ich vielleciht zu viel Empathie?

Es ist scheiße zu wissen, dass mein Bruder geschüttelt wurde. Zudem habe ich mal eine Email meines Vaters gefunden, in der steht, dass er während meine Mutter schwanger war im Wohnzimmer mit einer anderen rummachte..meine Mutter schlief nebenan!!!!
Mit diesem Wissen ist es schwer neutral ihm gegenüber zu bleiben.Und sie hält zu ihm..

Ich brauche jemanden der mir sagen kann, wie ich zukünftig vorgehe..

DANKE!!! :confusion/helpsos:


13.10.2010
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Re: Eltern Verletzungen gebeichtet und null Verständnis erha
Kein Mensch ist perfekt...auch Eltern nicht. Auf eigene Fehler hingewiesen zu werden, ist immer hart und jeder Mensch geht mit Kritik anders um. Je älter ein Mensch wird, umso weniger kann man ihn ändern.

Eine emotionale Lösung vom Kind ist ganz natürlich, sonst würde das mit der "Ablösung" nicht klappen.
Eine stärkere Lösung ist vor allen dann zu verzeichnen, wenn man zusehen muss, wie das Kind "leidet" (gesundheitlich, Abhängigkeiten, berufliche Situationen). Es ist eine natürliche Schutzreaktion, denn auch Eltern schmerzt der Verlust der Kinder, wenn sie größer und selbstständiger werden, ihren eigenen Lebensweg gehen. Es beginnt pö a pö mit dem Loslassen...das erste Mal alleine draußen, das erste Mal über Nacht bei Freunden...das erste Mal alleine zu Hause. Man möchte einerseits sein Kind zu einem verantwortungsbewussten eigenständigen Menschen erziehen, andererseits am liebsten gar nicht loslassen.
Emotionale Distanz ist also eine natürliche Reaktion, um das Lösen relativ gut zu überstehen.
Ich rede bei der Distanz nicht von fehlender Liebe, die Liebe zum Kind bleibt genauso stark, wird nur anders...das eigene Leben dreht sich nicht mehr 100% um das Kind. Muss es irgendwann auch nicht mehr, weil es seinen eigenen Weg geht, eine Ausbildung beginnt, auszieht usw. Die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse rückt wieder in den Vordergrund.
Seinen Lebenspartner hat man immer bei sich...es ist die Schulter zum anlehnen, derjenige der einen Kraft gibt und für den man selbst immer da sein kann..tagtäglich. Auch Eltern haben eine Privatsphäre, die nur sie beide betrifft und was angeht, was man auch als Kind respektieren sollte. Ein Menschenpaar lebt so zusammen, wie sie es sich eingerichtet haben...wie das andere empfinden, ist absolut zweitrangig.

Ich persönlich empfinde jetzt alles Geschriebene nicht so arg schlimm, mein erster Gedanke war eigentlich: Warum in der Vergangenheit rumstochern, wenn es nichts bringt...und was sollte es auch bringen?
Lebe das jetzt und heute, blicke in die Zukunft...deine Zukunft, schließ ab, mit dem was hinter Dir liegt und sei froh, das deine Eltern so viel Gemeinsameiten und Liebe haben, das jeder noch zum anderen steht.Das sie als Menschenpaar agieren, handeln und wie es aussieht, zusammen alt werden möchten.
Deine Mutter liebt dich, sie wird zwischen den Stühlen sitzen und diese Vermittlertätigkeit auch nicht als so schön empfinden...aber Liebe zum Partner und zum Kind, geht nicht ohne Kompromisse einher. Wenn man als "abgelöstes" Menschenkind dabei den Kürzeren zieht, kann man nichts weiter, als es akzeptieren und hoffen, das man im Alter auch jemanden an seiner Seite hat, der einen in jeder erdenklichen Lage beisteht.

Eigentlich wollte ich nur kurz meine Gedanken aufschreiben, die mir beim Lesen des Postings durch den Kopf gingen..nun ist es doch wieder ein Roman geworden *g*

Egal..noch kurz: Kopf hoch, Rücken gerade und den eigenen Weg gehen, nicht soviel umdrehen, dabei kann man schnell gegen einen Baum rennen. Augen geradeaus und Konzentration aufs eigene aktuelle Leben mit seinen Hürden. Um sein eigenes Leben zu regeln, benötigt man keine Fehlersuche bei anderen, der Ansatz für einen neuen Weg liegt oft in einem selbst.

liebe Grüße
Andrea


13.10.2010
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Re: Eltern Verletzungen gebeichtet und null Verständnis erha
:angelic/sunshine:

Ich danke dir sehr für deine ehrliche zurechtrückende Antwort. :eusa/clap:
Ich muss gestehen, dass du irgendwie schon Recht hast und ich deine Sicht der Dinge lieber teile, als mein verletztes Ego mit Vermutungen und Streicheleinheiten zu befriedigen, die auf Kosten meiner eltern gehen.
Sind sie doch immer für mich da.
Das ganze Zweifeln an meinen Eltern begann mit Eintritt einer Person in mein Leben,, die in Psychotherapie war und irgendwann der Meinung war, Angelerntes an mir anzuwenden und Dinge zu suchen, die mich wohl in seinen Augen schädigten.... :winken:

Also..ich bleibe gegenwärtig und folge dem Herzen..


ICH DANKE DIR FÜRS WECKEN!

Alles Liebe für dich :00001756:


14.10.2010
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