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TV Tipp Dien. 28.6.2011 ARD 22.45 Uhr DER ENTSORGTE VATER 
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Neuling
Neuling

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TV Tipp Dien. 28.6.2011 ARD 22.45 Uhr DER ENTSORGTE VATER
TV Tipp am Dien. 28.6.2011 ARD 22.45 Uhr DER ENTSORGTE VATER


Douglas Wolfsperger - "Der entsorgte Vater" wird am 28.06.2011 um 22:45 Uhr in der ARD gesendet
Nach der Kurz-Fassung im vergangenen November auf ARTE ist dies die TV-Erstausstrahlung des kompletten Films. Pressemitteilung vom 15.05.2011

http://programm.daserste.de/pages/progr ... F620D8AC8B


Douglas Wolfsperger Filmproduktion, Knesebeckstr. 17,
10623 Berlin info@douglas-wolfsperger.de



15.5.2011

Pressemitteilung

Hintergrund-Infos:

Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt.
Hiervon sind überwiegend Väter betroffen.
Wegen der Verletzung von Menschenrechten wurde Deutschland vom Europäischen Gerichtshof bereits mehrfach gemahnt, die Benachteiligung von Vätern abzustellen.

Leider bringt auch das inzwischen angepasste Sorgerecht keine wirkliche Verbesserung für die Väter, da trotz des neuen Gesetzes viele Familienrichter ihre Haltung nicht verändern können oder wollen.


Die aktuelle Situation

Entgegen dem in der Öffentlichkeit hervorgerufenen Eindruck, dass durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 3.12.09 eine Verbesserung in der Rechtsprechung zugunsten der nichtehelichen Väter, d.h. eine Abschaffung ihrer Diskriminierung in Deutschland, zu erwarten sei, ist Folgendes festzustellen:

Die Gesetzesänderung zum Sorgerecht für nichteheliche Väter bzw. Kinder wird zurzeit in den Fachgremien des Deutschen Bundestages beraten. Es deutet sich leider an, dass die Diskriminierung der nichtehelichen Väter bzw. deren Kinder fortgesetzt werden soll.

Es ist abzusehen, dass das neue Sorgerechtsgesetz keinen Automatismus vorsieht, bei dem nichteheliche Väter gleichzeitig mit der Vaterschaftsanerkennung auch das Sorgerecht erhalten werden. D.h., nicht verheiratete Väter haben lediglich die Möglichkeit, sich das Sorgerecht per Gerichtsverfahren gegen die Mutter zu erstreiten. Dabei hat die Mutter jedoch ein Widerrufsrecht. Es soll jedoch eine Lösung zum Wohl des Kindes verhandelt werden. Und wie oft wird zukünftig ein Familiengericht sich für das gemeinsame Sorgerecht nicht verheirateter Eltern entscheiden, wenn die Eltern eben darum vor dem Gericht gegeneinander prozessieren und ihre Unfähigkeit zur Kommunikation damit gleichzeitig beweisen?

Völlig unabhängig vom Sorgerecht kann nach wie vor der Umgang des Kindes zum getrennt lebenden Elternteil - in der Regel der Vater - ohne Konsequenzen für den boykottierenden Elternteil - in der Regel die Mutter - verweigert werden. Selbst wenn zuvor ein Beschluss des Familiengerichts zum Umgang mit dem Kind gefasst wurde, wird die Umsetzung in die Realität nicht weiter verfolgt und bei (Nichtbefolgung bzw.) Umgangsverweigerung durch den betreuenden Elternteil wird so gut wie nie das neue Rechtsmittel (seit September 2009) der Ordnungsmaßnahme (Geld- oder Haftstrafe) angewendet. D.h. erstaunlicherweise bleibt die Nichtbefolgung der Festsetzung des Umgangs durch das Gericht völlig ohne Konsequenz! Damit hat sich die Situation der Väter in Bezug auf den Umgang nicht verändert, selbst wenn der Richter zuvor positiv zugunsten des Vaters entschieden hatte. Rechtssprechung und Umsetzung klaffen weit auseinander.

Für die sogenannten Altfälle bedeutet das in der Realität, dass einem Kind, das schon jahrelang keinen Kontakt mehr zu seinem Vater hatte und somit von einer Entfremdung auszugehen ist, das Gericht dem Kind eine solche „seelische Belastung“ nicht zumuten wird. Damit ergibt sich für den Vater auch mit diesem neuen Gesetz überhaupt keine Veränderung.

Trotz der Gesetzesänderung, egal wie diese ausfällt, wird es weiterhin tausende Kinder geben, die von ihren Vätern entfremdet werden, weil der Umgang boykottiert werden kann. Die Entfremdung ist in den meisten Fällen nicht heilbar und die Kinder müssen mit dieser seelischen Belastung, aufzuwachsen ohne den leiblichen Vater, meist ein Leben lang fertig werden.

Im Gegensatz zum rückschrittlichen Deutschland ist Umgangsboykott in Frankreich übrigens ein Straftatbestand.

Der Film

Der Film „Der entsorgte Vater“ zeigt einen dramatischen familienpolitischen Miss-Stand auf, der trotz gesetzlicher Änderungen weiterhin bestehen bleiben wird.

Der Begriff „entsorgt“ ist hier keineswegs im juristischen Sinne gemeint, sondern bedeutet vielmehr: ins Abseits gestellt, keinen/kaum Kontakt zum Kind haben. Es gibt viele Väter, die verheiratet waren und somit automatisch das gemeinsame Sorgerecht haben und trotzdem „entsorgt“ werden konnten.

Dass „Der entsorgte Vater“ ein sehr subjektiver Dokumentarfilm ist, ist eine bewusste Herangehensweise des Regisseurs- als Reaktion auf die sonst vorherrschende Betrachtungsweise, bei der Frauen als Opfer gesellschaftlicher Missstände gezeigt werden.

Wie man den Zuschauer-Reaktionen nach dem Kinostart im Sommer 09 entnehmen kann, spricht der Film nicht nur betroffene Väter an. Es gibt viele Frauen und Mütter, die kein Verständnis gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen haben, die ihren Hass -der nicht nur aus der gescheiterten Beziehung entstammt, sondern oft auf Erlebnisse in der eigenen Kindheit zurückgeht- auf dem Rücken ihrer Kinder austragen. Das Kindesleid hat oft schmerzhafte seelische Folgen bis ins Erwachsenenalter.

Ebenso reagierten auf den Film viele erwachsene Trennungskinder, die sich daran erinnern, wie sich ihre Eltern eine erbitterte Auseinandersetzung lieferten, bei dem oft der Vater ins Abseits gestellt wurde.

Vielfach leidet übrigens auch die gesamte Verwandtschaft des ausgegrenzten Elternteils, die das Schicksal der Besuchsverweigerung zwangsläufig miterfasst.

Weitere Infos: www.Der-entsorgte-Vater.de


Produktion: Douglas Wolfsperger Filmproduktion GmbH in Co-Produktion mit:
SWR ( Redaktion: Gudrun Hanke- El Ghomri) arte (Redaktion: Ulle Schröder)

Förderungen: Medienboard Berlin-Brandenburg, Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Deutscher Filmförderfonds, MEDIA


20.06.2011
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