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Mobbing am Arbeitsplatz 
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Mobbing am Arbeitsplatz
Die Fälle von Mobbing häufen sich immer mehr. Fragt man ein wenig herum, so wird man feststellen, dass jeder Zweite bereits eine mehr oder weniger heftige Mobbingsituation erlebt hat. Mobbing kommt vor allem am Arbeitsplatz vor, aber auch in der Nachbarschaft, im Freundeskreis, unter Verwandten.

Manchen Dingen, wie zum Beispiel einem permanent mobbenden Menschen im Freundeskreis kann sich das Mobbingopfer entziehen. Anderen leider nicht, und da wäre beispielsweise der Arbeitsplatz zu nennen. Mit zunehmend schlechter werdender Arbeitsmarktsituation häufen sich leider die Mobbingfälle am Arbeitsplatz.

Der Konkurrenzkampf unter den einzelnen Mitarbeitern ist enorm geworden. Viele Arbeitnehmer fürchten um ihren Job, speziell Menschen in der Lebensmitte, denn es ist nicht einfach, in der heutigen Zeit eine neue, vielleicht vergleichbare Arbeitsstelle zu finden. Mobbingopfer sind zunächst einmal verwirrt und suchen Erklärungen für die veränderte Situation. Bis sie wirklich realisieren, um was es eigentlich geht, ist die Situation in der Regel unhaltbar geworden.

Tägliche Schikanen sind an der Tagesordnung. Mobbingopfer klagen in der Regel darüber, dass man nicht mehr mit ihnen spricht. Häufig kommen sie in Situationen, in denen Kollegen sich angeregt unterhalten und plötzlich verstummen, sobald sie den Raum betreten. Fehler werden unterstellt, oder Fehler werden sogar absichtlich provoziert oder arrangiert.

Mobbende arbeiten oft mit verbalen Methoden: sie machen abwertende Bemerkungen, spielen gute Leistungen des Mobbingopfers herunter, betonen immer wieder Fehler, die gemacht wurden, oder machen sich über irgend etwas regelmäßig lustig: über das Aussehen, über die Erscheinung, über Kleidung, über Frisur, über Sprachfehler oder sonstige Einschränkungen. In der Regel jedoch tun sie dies, wenn sie mit dem Mobbingopfer alleine sind – ohne Zeugen.

Eine weitere Möglichkeit des Mobbings sind ständige Abwertungen und Unterstellungen von Fehlern in Bezug auf die Arbeit als Begründung, dem Betroffenen immer mehr Verantwortung und Arbeit zu entziehen. Der Leidensdruck des Mobbingopfers wird in der Regel von Tag zu Tag größer.

Schlafstörungen sind oftmals ein erstes Anzeichen von einer beginnenden Depression. Ein selbstbewusster Mensch ohne Mobbing-Probleme würde in einem solchen Moment empfehlen, sich Hilfe zu holen, Kollegen um Hilfe zu bitten, mit dem Vorgesetzten zu sprechen. So weit können Mobbingopfer oftmals auf dem Höhepunkt einer Mobbingphase angekommen überhaupt nicht mehr denken. Die Gedanken kreisen um den Arbeitsplatz und um die Angst vor dem nächsten Tag, an dem man erneut diesem Drama schutzlos ausgeliefert ist.

Um diese Kette zu unterbrechen, muss man sich allerdings Hilfe holen. Notfalls sollte man seinen Hausarzt aufsuchen, mit ihm über diese Situation sprechen. Hausärzten sind die Mobbingfälle am Arbeitsplatz in der Zwischenzeit bekannt, und in der Regel entziehen sie den Betroffenen einem weiteren Leidensdruck, in dem sie ihn auf unbestimmte Zeit krank schreiben. Meistens ist dem Mobbingopfer damit schon einmal, wenn auch vorübergehend, großer Druck von den Schultern genommen worden.

Der zweite Schritt wäre, eine Mobbing-Beratungsstelle aufzusuchen. Im Internet gibt es Selbsthilfegruppen für Mobbingopfer. Gemeinschaft macht stark, in solchen Foren helfen sich Betroffene gegenseitig, geben sich Tipps und leisten echte Unterstützung.

Selbstverständlich ist eine Krankschreibung jedoch nicht dauerhaft möglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein Mobbing-Tagebuch zu führen – und mit diesem in der Hand den zuständigen Vorgesetzten aufzusuchen. In diesem Mobbing-Tagebuch sollten alle Vorkomnisse, wenn möglich mit Datum, aufgelistet werden. Zeugen, sofern vorhanden, sollten erwähnt werden. Sobald das Mobbingopfer sich etwas von der Situation erholt hat, sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht werden.

Zeigt dieser sich nicht einsichtig, oder nimmt er die Angelegenheit nicht ernst, sollte man den nächsthöheren Vorgesetzten aufsuchen, oder aber den Betriebsrat, sofern vorhanden. Geht das Mobbing allerdings vom Vorgesetzten selbst aus, so spricht man in diesem Fall von „Bossing“. Hier muss man mit rechtlichen Schritten vorgehen.


01.10.2008
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Re: Mobbing am Arbeitsplatz
Da sind ein paar wirklich wertvolle Tipps und Infos für Gemobbte dabei. So richtiges Mobbing habe ich persönlich noch nicht erlebt, aber in meinem Bekanntenkreis kam das durchaus schon vor! :cry:


09.10.2008
Re: Mobbing am Arbeitsplatz
Ich finde, dass Mobbing durch Kollegen ernsthafte Konsequenzen haben muss. Vorallem denke ich, dass man Mobbing gut vermeiden kann, dafür ist aber eine gewisse Präsenz des Chefs notwendig, denke ich.


14.10.2008
Patrone
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Beiträge: 800
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Re: Mobbing am Arbeitsplatz
Ich habe eine geteilte Meinung zum Thema.
Einerseits ist es wirklich eine Phänomen, was es gibt. Andererseits erscheint es mir beinahe so, das es langsam zu einem Trend mutiert. Oftmals wird viel zu schnell Mobbing gerufen und auf Grund der intensiveren Beschäftigung mit diesem Thema, von Geschäftsführern und Betrieben, vorschnell aufgegriffen. Mobbing ist ein sehr bekanntes Thema geworden und jeder möchte vermeiden, das seine Firma, sein Betrieb, seine Einrichtung mit Mobbing in Verbindung gebracht wird. Von daher besteht die Gefahr des zu schnellen Handelns. Es entstehen vorschnelle Mobbingrufe, die manches Mal rein garnix mit Mobbing zu tun haben, sondern mit eigener Unfähigkeit.

Beispiel:
Unser Team bekam eine neue Kollegin. Wir saßen jeden Morgen beisammen, einer brachte Brötchen mit, der Rest teilte alles andere (Butter, Wurst, Käse usw.) unter sich auf. Neue Kollegin haute mal locker 3-4 Brötchen weg, brachte als Gegenzug 1x im Monat eine Butter und 1 Glas Marmelade mit. Irgendwann meinte die Brötchenmitbringkollegin, das sie ganz schön reinbuttert und wir einigten uns darauf, das wir ihr Brötchengeld geben und sie dafür bei den restlichen Dingen mit beiträgt. Neue Kollegin fand das doof, bestellte nun oftmals nur 1 Brötchen und verabschiedete sich nach 2 Wochen von der Morgenrunde mit den Worten: "Das kann ich mir nicht leisten."
Anstatt einfach ihre gemachten Brote mit uns als Team einzunehmen, saß sie dann halt in ihrem Büro.
Wir als Team kochten immer `ne große Kanne Kaffee. Der welcher die letzte Tasse einschenkte, setze Neuen auf.
Dafür brachte halt jeder reihum Kaffe mit. Das war ihr auch nix, weil sie ja nur 2-3 Tassen trinken würde (dafür verteilte sie an "Besucher" nochmal locker das Dreifache), machte sie fortan ihren eigenen Kaffee. Wenn einer von uns dann hinter ihr stand und auf die Kanne wartete, schüttete sie den nichtgetrunkenen Rest eher weg, als ihn einen von uns anzubieten :roll:
Ich so als "alle Menschen sind erstmal gut-Typ und alle haben eine Chance verdient, sind sie auch noch so komisch", half der neuen Kollegin dennoch viel...scheiß Sozialpädagogen-Gen :cry:
Erstmal war sie mit den ganzen gestetzlichen Grundlagen total überfordert und ich erklärte ihr vieles, half ihr bei bestimmten Einzel-Fällen. Manches Mal schickte sie ihre Klienten gleich weiter zu mir, weil sie auch meine Erklärungen nicht verstand*ggg*. Hab ich kein Problem damit, da für mich in einem team nicht zählt, wer was macht, sondern das wir es gut machen, somit dem Klienten geholfen werden kann.
Sie konnte weder mit Word, noch mit Excel umgehen, auch das brachte ich ihr bei. Einmal kam eine neue Länderregelung bzgl. Fördergelder eingetrudelt und landete auf ihrem Tisch. Sie kam damit garnicht klar und ich las mir nach einer Bitte von ihr, den Schinken durch, verdeutschte alles, lies meine eigene Arbeit liegen (was mir hinterher 3 Überstunden einbrachte) und gab ihr mitsamt verbaler Erklärungen meine Unterlagen. Als ich gerade damit fertig war ihr alles zu erklären, kam der große Chef dahergeschneit und fragte, wie weit sie sei...Zitat:
"ICH bin gerade fertig geworden. Wenn Sie wollen, können WIR BEIDE das gleich durchgehen und ICH erkläre Ihnen die neuen Fördermodelle. Andrea, du kannst dann jetzt gehen , unsere Pause ist sowieso vorbei, wir können unser Privatgespräch ja in der nächsten Pause fortführen." :erstaunt: :erstaunt: :erstaunt:
OOOOKaaaaaaaaayyyyyyyyyyyy :schmoll:
Es folgten in kurzen Abständen weitere Dinge, wie Nichtweiterleiten wichtiger Unterlagen, die ich benötigte um rechtzeitig meine Arbeit fertig zubekommen usw.
Danach ging ich auf Abstand, wenn ich rauchen ging, klopfte ich nimmer an ihrer Tür und fragte, ob sie mit möchte, Privatgespräche stellte ich ganz ein, wenn sie fachliche Fragen hatte, teilte ich ihr mit, das ich erstmal meine Aufgaben erledigen muss und wenn dann noch Zeit habe, ihr helfen könne. Was ich aus Gnaz dann aber nicht tat *ggg* und lieber die anderen unseres Teams fragte, ob sie noch Unterstützung benötigten.
Dann gings los..ich durfte beim Chef antanzen mit dem Vorwurf, ich würde diese Kollegin mobben. :gruebel:
Sie dürfe nicht am Frühstück teilnehmen. Wir würden nur für uns Kaffee kochen. Ich würde sie meiden und nicht mal zur Zig-Pause mitnehmen. Ich würde nur mein eigenes Ding machen und sie auflaufen lassen, sie nicht unterstützen, wenn sie mit Fragen zu mir käme, ich wäre arrogant in meinem Verhalten usw. Durch mein unkollegiales Verhalten, würde sie psychisch leiden und man verbete sich, das ich diese Frau weiter mobbe. :erstaunt: :erstaunt:
Grund: ihre Fehlerquote nahm emens zu, ihre sichtbare Überforderung auch. Daraufhin durfte sie beim Chef antanzen und sollte erklären worans lag. Und statt eigene Teamunfähigkeit und fachlichen Kometenzenmangel einzugestehen, wurde ich vorgeführt. Dieser Vorwurf des Mobbings ging durch den gesamten Betrieb, bis hin zum Betriebsrat.
Als das Projekt auslief und ein Neues startete, bei welchem statt 4 nur noch 3 MA benötigt wurden, durfte ich gehen.
Meine 2 anderen Kollegen gingen dagegen Sturm, aber auch an Ihnen haftete der Vorwurf des Mobbings, allerdings waren sie alteingesessene und somit wollte man auf sie nicht so schnell verzichten.

Seit dieser Erfahrung bin ich etwas geteilt eingestellt zu diesem Thema.


14.10.2008
Profil ICQ YIM
Re: Mobbing am Arbeitsplatz
Kann man nachvollziehen. Zum Thema Mobbing kann ich allerdings nicht viel sagen, da mir das noch nicht passiert ist. Meine Kollegen sind "meistens" wirklich nett zu mir :biglaugh: und wenn nicht, dann bin ich meistens auch selbst dran schuld (schlechte Laune, etc.). Nee, also ich habe da echt keine Probleme :)


21.10.2008
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